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Vorträge und Posterpräsentationen (mit Tagungsband-Eintrag):

T. Maly, C. Kaseß, W. Kluger-Eigl, H. Waubke:
"Psychoakustische Untersuchungen verschiedener Rumpelstreifenausführungen";
Poster: DAGA 2018 - 44. Jahrestagung für Akustik, München; 19.03.2018 - 22.03.2018; in: "Tagungsband, DAGA 2018 - 44. Jahrestagung für Akustik (Fortschritte der Akustik)", Deutsche Gesellschaft für Akustik e.V., Berlin (2018), ISBN: 978-3-939296-13-3; S. 373 - 376.



Kurzfassung deutsch:
Während Schallemissionen konventioneller Rumpelstreifen im Fahrzeuginneren zur Warnung von Fahrzeuglenkern beabsichtigt sind, können sich Anrainer durch den entstehenden Lärm belästigt fühlen. Die Emissionseigenschaften werden von der konkreten Rumpelstreifenausführung (Fugenform und -tiefe, Fugenabstand, etc.) beeinflusst. Zur Verbesserung der Lärmproblematik wurden einzelne Designparameter auf einem Testfeld gezielt variiert und deren Auswirkungen im Fahrzeuginneren eines PKWs und eines LKWs unter anderem mittels binauraler Messtechnik erfasst. Zudem wurden theoretische Modelle erstellt und Simulation der akustischen Auswirkungen, sowie Wahrnehmungstests mit Probanden zur Beurteilung von Lästigkeit, Dringlichkeit und zur Bestimmung von Reaktionszeiten durchgeführt.
Die Untersuchungen zeigten, dass die Wirkung innen wie außen stark von den jeweiligen Fahrzeugeigenschaften und Rahmenbedingungen abhängt und die Warnwirkung im LKW deutlich geringer als im PKW ist. Innen- und Außengeräusche korrelieren, sodass eine Senkung des Außenpegels in der Regel mit einer Senkung des Innengeräusches einhergeht. Durch eine zufällige Variation des Fugenabstandes können tonale Komponenten in den Schallimmissionen zwar wirkungsvoll vermindert werden, gleichzeitig werden jedoch - vermutlich durch die breitbandigere Anregung - höhere Schalldruckpegel hervorgerufen. Speziell Rumpelstreifen mit sinusförmigem Längsprofil weisen bei ausreichend großer Wellenlänge eine starke Verminderung der akustischen Schallabstrahlung bei meist vergleichbaren Vibrationen am Lenkrad auf. Allerdings muss abgewogen werden, inwieweit die aufmerksamkeitssteigernde Wirkung bei Entfall der akustischen Komponente bestehen bleibt.

Schlagworte:
Lärmschutz, Psychoakustik

Erstellt aus der Publikationsdatenbank der Technischen Universitšt Wien.